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Einführung in die kaukasische Sprachwissenschaft


1994. Aus dem Russischen übersetzt und bearbeitet von Jost Gippert. 405 Seiten mit zahlreichen Tabellen und 3 Karten.
978-3-87548-060-3. Kartoniert
EUR 19,90


Schon im Altertum gab es zahlreiche Hinweise auf die außergewöhnliche sprachliche Vielfalt im Kaukasusgebiet, und bis heute wird der Kaukasus zu Recht als "Berg der Sprachen" bezeichnet. Gegenwärtig gibt es dort noch mehr als fünfzig Sprachen, von denen einige stark dialektal gegliedert sind. Aus dieser Vielfalt resultieren eine Vielzahl von Theorien und Hypothesen zur deskriptiven und diachronen Analyse der Einzelsprachen sowie prinzipielle Divergenzen hinsichtlich der aktuellen Aufgaben der Kaukasologie. Klimov entwirft nun ein allgemeines Bild vom Stand und den Perspektiven der kaukasischen Sprachwissenschaft.

Das erste Kapitel enthält eine allgemeine Beschreibung des Untersuchungsobjekts, des gegenwärtigen Forschungsstands und der Geschichte der Kaukasologie. Die Kapitel zwei bis vier geben anschließend eine kurze deskriptive Charakterisierung der abxazisch-adygischen, der kartvelischen und der naxisch-dagestanischen Sprachgruppe. Das fünfte Kapitel behandelt Fragen des genetischen Verhältnisses zwischen den Kaukasussprachen; im sechsten geht es um ihre typologische Charakterisierung, während das siebte Kapitel den areal-linguistischen Wechselbeziehungen der Kaukasussprachen untereinander gewidmet ist. In einer kurzen Schlussbemerkung werden schließlich einige aktuelle Aufgaben der kaukasologischen Forschung diskutiert.

Gegenüber der russischen Ausgabe (Moskau 1985) ist die deutsche Bearbeitung u.a. um eine ausführliche Bibliografie, Transkriptionstabellen, Sprachenkarten sowie mehrere Indizes erweitert, die den Zugang zu diesem Werk nach Autoren, Stichwörtern, Sprachen und Wortformen ermöglichen.