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Reb Henoch, oder: Woß tut me damit

Eine jüdische Komödie der Aufklärungszeit


jidische schtudies (js) 11. 2006. Textedition von Marion Aptroot und Roland Gruschka mit einleitenden Beiträgen von Marion Aptroot, Delphine Bechtel, Shmuel Feiner und Roland Gruschka. XII, 282 Seiten.
978-3-87548-461-8. Kartoniert
EUR 38,00


Das 1793 von dem jüdischen Aufklärer Isaak Euchel in Berlin verfaßte Lustspiel "Reb Henoch, oder: Woß tut me damit" ist eines der Schlüsselwerke deutsch-jüdischer Kultur. Die Komödie thematisiert auf humorvolle Weise die Konflikte und Probleme der jüdischen Gemeinschaft im Deutschland des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

Hauptsprachen der Komödie sind Hochdeutsch und Jiddisch. Der Einsatz verschiedener Sprachen und Idiome dient nicht nur der Charakterzeichnung, sondern verdeutlicht auch die Haltung der jüdischen Aufklärer zum Akkulturationsprozeß und zu Fragen einer Reform jüdischen Lebens in Deutschland.

Dieser Band bietet eine vollständige wissenschaftliche Edition der Komödie, die das Werk mittels Transkription, Übersetzungen und Erläuterungen einem breiten Publikum zugänglich macht. Vorangestellt sind drei Studien, die erstmals die Vielseitigkeit, Brisanz und die literarische Qualität dieses einzigartigen Textes angemessen herausstellen.
... ein Meisterstück wissenschaftlicher Philologie. Der Wiedergabe des Textes in hebräischen Lettern wird Seite für Seite eine Transliteration in lateinischen Lettern mit der deutschen Übersetzung jiddischer Passagen in den Fußnoten gegebübergestellt. Das macht Euchels Farce auch Nicht-Jiddisten und Nicht-Wissenschaftlern leicht zugänglich, ein Lesevergnügen ist sie ohnehin. Das wird sofort klar, wenn man den Text laut liest. Sein Witz ist umwerfend - Sprachartistik pur. Euchel ist ein Sprachspieler, Sprachschöpfer, ein literarischer Tausendsassa, ein Aufklärer als Impresario. Lesen! Laut lesen! Das Lachen kommt von ganz allein.
Süddeutsche Zeitung, 26.07.2005

The play about Reb Henoch certainly is an outstanding and entertaining piece thaat amuses specialists and laymen alike. It allows a deep insight into the inner perspective of [the] Jewish Enlightenment ans as such must be regarded as a fascinating document for everybody dealing with Jewish history of the eighteenth and nineteenth century, and anyone who has an interest in theatre as such.
Diana Matut in EAJS Newsletter (Spring 2005)