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'Sefer Misle Su'olim' (Buch der Fuchsfabeln) von Jakob Koppelmann *


Herausgegeben von Jutta Schumacher
jidische schtudies (js) 12. 2006. In Originalschrift und Transkription herausgegeben und kommentiert von Jutta Schumacher. XCVII, 359 Seiten.
978-3-87548-454-0. Kartoniert
EUR 78,00


Das jiddische Sefer Misle Su'olim, 1583 gedruckt, ist die erste vollständige Übertragung der hebräischen Fabelsammlung Misle Su'alim von Berechja ben Natronaj haNakdan (um 1200) in eine europäische Sprache. Das Berechja-Korpus von 106 Fabeln wurde von Jakob Koppelmann mit weiteren 31 Fabeln durchsetzt, die größtenteils auf die deutschen Sammlungen von Erasmus Alberus und Heinrich Steinhöwel / Sebastian Brant zurückgehen.

Der Band macht Koppelmanns Fabelbuch in einer wissenschaftlichen Erstedition zugänglich. Der Text ist in Originalschrift und in Transkription parallel dargestellt, im Anmerkungsapparat werden Verständnishilfen und weiterführende Erläuterungen gegeben. Der Edition sind ein quellengeschichtlicher und ein sprachwissenschaftlicher Kommentar, Wortregister, ein Index der auftretenden Tierfiguren und ein Index der zitierten Sprichwörter beigefügt.

*Die Wiedergabe von Buchtiteln mit Sonderzeichen im Internet funktioniert häufig nur unzuverlässig, weil die entsprechenden Zeichen nicht in jedem Browser bzw. Betriebssystem vorhanden sind. Wir haben uns deshalb auf buske.de für eine vereinfachte Schreibweise dieser Wörter entschieden. Die exakte Schreibweise entnehmen Sie bitte der Titelei wie sie im Buch erscheint.
Die beigegebenen Indices und Glossare wurden mit größter Umsicht angefertigt und bieten dem Wissenschaftler eine überaus reiche Fundgrube.
PaRDeS, Zeitschrift der Vereinigung für jüdische Studien e.V. 2007/13

Die sehr sorgfältige wissenschaftliche Edition mit ausführlichem kritischen Apparat bildet das Herzstück der Arbeit und macht erstmalig die gesamten 137 Koppelmannschen Fabeln sowohl im jiddischen Original als auch in transkribierter Version zugänglich. […] Der Edition vorgeschaltet sind eine umsichtige und kenntnisreiche Einleitung, eine deskriptiv-detaillierte Quellenanalyse, in der Schumacher drei ausgewählte Berechja-Fabeln den entsprechenden drei von Koppelmann gegenüberstellt, sowie ein ausführlicher synchron ausgerichteter Kommentar zur Sprache Koppelmanns. Ein Kapitel mit Indices und Glossaren, dem ein weiterführendes, von der Belesenheit der Verfasserin zeugendes Literaturverzeichnis folgt, schließt die erfreuliche Arbeit ab. Das besondere Verdienst von Schumachers Studie liegt mithin nicht nur in der sehr guten, gefälligen Lesbarkeit; sie schließt vor allem die Lücke, die in der jiddischen Fabelforschung bisher klaffte.
Freiburger Rundbrief 4/2008