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SERMO. Lateinische Grammatik


Herausgegeben von Helmut Schareika
2013. 389 Seiten.
978-3-87548-647-6. Kartoniert
EUR 48,00


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Der lateinische Begriff »Sermo« bezeichnet all das, was Sprache im Gebrauch, das heißt: in der Kommunikation, als Mittel der Verständigung ausmacht. In diesem Sinne geht Sermo andere Wege als die meisten didaktischen Grammatiken, die auf die Vermittlung eines normativen Regelsystems des Lateinischen ausgerichtet sind, und zielt dabei auf eine passive Sprachbeherrschung und damit auf die Befähigung zur angemessenen Übersetzung lateinischer Texte. Im Vordergrund steht die Intention eines Senders, konkret: die Art, wie er seine Intention partnertaktisch versprachlicht. Grammatik wird also insbesondere daraufhin betrachtet, wie und wo sie Mittel zur intentionalen, partnertaktischen Kommunikation bereitstellt. Unterschieden wird dabei zwischen dem System der lateinischen Sprache einerseits und den Sprachnormen andererseits. Das System bildet die Gesamtheit der Sprachelemente und der grammatischen Beziehungen der Elemente zueinander, die sich auf die gleiche Art stets wiederholen und in den langen Zeiträumen, in denen das Lateinische verwendet worden ist, weitgehend gleich geblieben sind; die Sprachnormen hingegen gehören zu den variablen Elementen, die im Laufe der Zeit Teile des Systems förderten oder vernachlässigten. Neben der Berücksichtigung des Wechselverhältnisses von Sprachsystem und Sprachnormen findet schließlich die Semantik, das heißt die Bedeutung der Sprachelemente in ihrer konkreten kommunikativen Verwendung, Berücksichtigung. Durchgehend illustrieren originale Textbeispiele die erörterten Sachverhalte, ein Register sowie Grammatiktabellen runden den Band ab.
Zielgruppe
Dozenten und Studierende der Klassischen Philologie, Lateinlehrende.

Konzeption
Der lateinische Begriff »Sermo« bezeichnet all das, was Sprache im Gebrauch, das heißt: in der Kommunikation, als Mittel der Verständigung ausmacht. In diesem Sinne geht Sermo andere Wege als die meisten didaktischen Grammatiken, die auf die Vermittlung eines normativen Regelsystems des Lateinischen ausgerichtet sind, und zielt dabei auf eine passive Sprachbeherrschung und damit auf die Befähigung zur angemessenen Übersetzung lateinischer Texte. Im Vordergrund steht die Intention eines Senders, konkret: die Art, wie er seine Intention partnertaktisch versprachlicht. Grammatik wird also insbesondere daraufhin betrachtet, wie und wo sie Mittel zur intentionalen, partnertaktischen Kommunikation bereitstellt. Unterschieden wird dabei zwischen dem System der lateinischen Sprache einerseits und den Sprachnormen andererseits. Das System bildet die Gesamtheit der Sprachelemente und der grammatischen Beziehungen der Elemente zueinander, die sich auf die gleiche Art stets wiederholen und in den langen Zeiträumen, in denen das Lateinische verwendet worden ist, weitgehend gleich geblieben sind; die Sprachnormen hingegen gehören zu den variablen Elementen, die im Laufe der Zeit Teile des Systems förderten oder vernachlässigten. Neben der Berücksichtigung des Wechselverhältnisses von Sprachsystem und Sprachnormen findet schließlich die Semantik, das heißt die Bedeutung der Sprachelemente in ihrer konkreten kommunikativen Verwendung, Berücksichtigung. Durchgehend illustrieren originale Textbeispiele die erörterten Sachverhalte, ein Register sowie Grammatiktabellen runden den Band ab.