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Konzepte des Auges im alten Ägypten


Studien zur Altägyptischen Kultur (SAK), Beihefte 20. 2017. XII, 413 Seiten und 16 vierfarbige Tafeln
978-3-87548-841-8. gebunden
EUR 168,00


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Thema dieses Beihefts ist die Konzeptualisierung des Auges im alten Ägypten von den ersten Schrift- und Bildbelegen bis in griechisch-römische Zeit. Zu Beginn wird eine lexikologisch-semantische Untersuchung ägyptischer Wörter für das Auge und seine einzelnen Bestandteile unter Berücksichtigung von Theorien der historischen Semantik, kognitiven Linguistik und Translationswissenschaft präsentiert. Dabei werden neben der Spezifizierung und Abgrenzung der einzelnen Wörter auch die Konzepte des Auges genauer verortet. Durch eine komparatistische Analyse der einzelnen Termini in heilkundlichen und religiösen Texten unter Hinzuziehung von Erkenntnissen der Fachsprachenforschung ergeben sich zusätzlich Aussagen zur Verwendung von Fachsprache und zur Funktionsbedingtheit von Sprache im alten Ägypten.
Danach werden die gewonnenen Konzepte thematisch im Hinblick auf Aufbau, Funktionen (u.a. sehen, erwachen, schlafen) und Eigenschaften des Auges und seiner Bestandteile zusammengeführt und Metaphern und Metonymien besprochen. Der Schwerpunkt auf dem natürlichen Auge ermöglicht es, auch die Götteraugen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Zudem werden Augendarstellungen im Rund- und Flachbild mit den aus den Texten überlieferten Vorstellungen vom Aufbau des Auges intermedial verglichen. Im interdisziplinären Vergleich mit altorientalischen und griechischen Quellen werden ferner an verschiedenen Beispielen Universalität und Spezifität von Körperkonzepten allgemein diskutiert.